8. DEZEMBER


„Werde ich gut ankommen…?“

Advent heißt übersetzt „Ankunft…“ da fällt mir auch ein „Werde ich auch gut ankommen?“ so denkt der Politiker im Wahlkampf, wenn er zu seiner Rede ans Mikrofon tritt. Ich hoffe ich komme gut an!“ denkt der Bewerber, wenn er zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

„Gut ankommen“, das möchte jeder von uns. Es bedeutet beliebt sein, Achtung und Ansehen genießen, geschätzt werden. Ich glaube es ist ein großes Bedürfnis der meisten Menschen. Menschen, die bei anderen gut ankommen, können sich bestätigt fühlen. Sie sind wer!

Menschen, die „nicht gut ankommen“ bei anderen, haben oft das Gefühl, am Rand zu stehen, weniger Wert zu sein. Haben Sie Sich aber schon einmal gefragt, wie Sie bei Gott ankommen? Findet er sie gut oder eher nicht? Wie müssten Sie sein, damit Sie bei Gott „gut ankommen“? Ich glaube diese Frage ist schon verkehrt. Bei Gott brauche ich nicht „gut anzukommen“. Im Evangelium von der Taufe Jesu (Mt 3,17) sagt Gott zu Jesus: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.“ Bei der Taufe hat Gott das zu jedem von uns gesagt: „Du bist mein geliebtes Kind. An dir habe ich Gefallen gefunden.“ Wir brauchen keine Angst zu haben, bei ihm nicht gut anzukommen, weil er uns von Anfang an liebt, so wie wir sind und ganz ohne Vorbedingungen.

Und noch etwas…Der sicherste Weg, sich unglücklich und unzufrieden zu machen, ist sich mit den anderen zu vergleichen. Wenn Sie sich mit anderen vergleichen, dann vergleichen Sie Äpfel mit Birnen, da keine zwei Menschen gleich sind. Weder was ihre Erfahrungen noch ihre Fähigkeiten angeht. Viel besser ist es, wenn Sie sich mit Ihnen selbst vergleichen. Stellen Sie sich die Frage, was habe ich, gemessen an meinen Gaben, die mir Gott geschenkt hat, erreicht?

An Weihnachten vor 2000 Jahren hat er es uns gezeigt: er ist Mensch geworden, um das Leben mit uns zu teilen … einfach weil er uns liebt.

Taufe Jesu

Taufe Jesu (Mt 3,17)