Über das Jugendheim St. Paulus

Das Jugendheim St. Paulus wird eigentlich nur 'Paulusheim' genannt. Es liegt rund 100 m von der Pfarrkirche entfernt auf dem höchsten Punkt der Karolingerstraße und beherbergt Gruppenräume für die Jugendarbeit, einen kleinen Saal für Vorträge und einen großen Saal für Feste, Tanz und Theater, denn eine Bühne ist auch vorhanden. Auch Vereine, Jahrgänge und Privatpersonen können die Räumlichkeiten nutzen.

Hier finden viele Vorträge, Kurse, Gruppenstunden und Feiern der Pfarrei statt.  

Paulusheim

Das Paulusheim vom Parkdeck in der Karolingerstraße aus gesehen. Im linken Teil befinden sich die Gruppenräume für die Jugendarbeit und unter dem Dach eine kleine Hausmeisterwohnung. Hinter dem Foyer im Erdgeschoss, das mit einem kleinen Saal für Kurse und Sitzungen überbaut wurde, schließt sich tieferliegend der große Saal an.  

Eingangsbereich des Paulusheims in der Karolingerstrasse. Hier kommen gerade Gemeindemitglieder vom Osterkaffee, den wir nach der Auferstehungsfeier früh am Ostermorgen nehmen, um den Festtag gemeinsam zu beginnen.

Organisation

Organisation

Das Paulusheim wird vom Jugend- und Sozialwerk e.V., einem eng mit unserer Pfarrei verbundenen Verein, geführt. Zum Vorsitzenden des Vorstands des Jugend- und Sozialwerk e.V. wurde Thomas Dreiss (Bild rechts) bei der Hauptversammlung 2015 gewählt.

Der Jugend- und Sozialwerk e.V.

Der 'Jugend- und Sozialwerk e.V.' führte das Jugendhaus, für das sich bald der einprägsamere Name 'Paulusheim' durchsetzte, ab dem Jahr der Fertigstellung.

Den Vorsitz hatte nach der Gründungsversammlung am 7. Juni 1964 der inzwischen verstorbene Hans Dixkes, der im Juni 1966 von Heinrich Reeb abgelöst wurde. Im Mai 1973 übernahm Franz Straub den Vorsitz, den er nach 28 Jahren, im Mai 2001, im Alter von 81 Jahren niederlegte. Anschließend folgte Fritz Straub, welcher den Vorsitz bis 2015 innehatte.

Der Vorstand des Jugend- und Sozialwerkes setzt sich derzeit (Stand 2017) wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender : Thomas Dreiss, Tel. 06251/589043, E-Mail: t3s@imail.de

2. Vorsitzender: Bernhard Adrian, Tel. 06251/51779, E-Mail:  gertrud.adrian@web.de

Rechnerin: Eva Kappelmann, E-Mail: eva.kappelmann@web.de    

Schriftführer:  Andreas Englert, Tel. 06251/8289436, E-Mail: andreasenglert@live.de

Beisitzer : Hans Mehl

Kassenprüfer: Hans Maiberger, Isolde Marinelli

Reservierungen für die Räumlichkeiten nimmt das Pfarramt und die Hausmeisterin entgegen:

Hausmeisterin : Isolde Marinelli, Tel. 06251/57195, ima.paulus@t-online.de

Vorstandes des Jugend- und Sozialwerkes: vorne von links Bernhard Adrian, Eva Kappelmann, Thomas Dreiss, Isolde Marinelli, hinten: Hans Mehl, Andreas Englert, Hans Maiberger. Bild: Christine Andes.

Vereinszweck

Der Verein kümmert sich um das Gebäude und ist zuständig für die Vermietung des großen und des kleinen Saales. Diese Räume können an private Vermieter sowie freie Vereine und Gruppen vermietet werden, sofern sie nicht durch kirchliche Veranstaltungen belegt sind.

Die Miete des großen Saales beträgt 150 Euro. Der Verein übernimmt die Bewirtung im großen Saal.

Für die Saaldekoration beider Räume sind die Mieter selbst zuständig. Bitte sprechen sie sich aber vorher mit dem Vorsitzenden oder Hausmeister deswegen ab.

Helfer gesucht

Wie überall, wo es viel zu tun gibt, werden auch hier Interessierte, Engagierte und Helfenswillige gesucht, um bei der Arbeit im und am Paulusheim mitanzupacken. Denn der Bedarf an kleinen Instandhaltungsarbeiten ist auch nicht zu unterschätzen. Wenn Sie mithelfen möchten, fragen sie doch einfach mal Thomas Dreiss.

Thomas Dreiss

Der große Saal

Durch die Renovierung 2003 hat der große Saal des Paulusheims sehr gewonnen. Eine effektive Lüftungsanlage macht ihn auch großen Veranstaltungen gewachsen. Eine eine höhere Decke mit Akkustikelementen verbessert das Raumgefühl. Die dimmbare Beleuchtung erlaubt Anpassung an unterschiedlichste Bedürfnisse. Kurz, der große Saal ist nun gastlich wie nie zuvor.

Festveranstaltungen

Paulusheim

Gleich ob Jahrgangsfeier, Geburtstag oder Hochzeit: der große Saal ist seit seiner Renovierung für viele private Anlässe der passende Raum. Dank Bühne, Theke und Küche sind Darbietungen und Bewirtung problemlos zu vereinen. Der Parkettboden eignet sich hervorragend zum Tanzen, wie schon die langjährige Verwendung durch die Tanzschule Walter in den 80er Jahren zeigte. Natürlich finden auch öffentliche Veranstaltungen im großen Saal statt. Dazu zählen neben Festen der Pfarrgemeinde St. Nazarius auch Ausstellungen, Fastnachtsveranstaltungen, Vortragsabende oder Aufführungen des Lorscher Theatervereins.

Paulusheim
Paulusheim
Paulusheim
Paulusheim
Paulusheim

Geschichte vor dem Bau

Bereits in den 20er Jahren hatte die Pfarrei St. Nazarius Lorsch mit dem 'Haus Büchler' in der Bahnhofstraße 2 eine Einrichtung für die christliche Jugend in Lorsch und zugleich ein Wohnhaus für den Küster. Es war ihr von Marie Kleopha Büchler 1923, ein Jahr vor ihrem Tod vermacht worden. Mit dem Nationalsozialismus folgten das Verbot der katholischen Jugendarbeit und die Enteignung des Hauses.

Nach dem Krieg kam das Haus wieder in den Besitz der Pfarrei, wurde bald verkauft und beherbergt heute das Bekleidungsgeschäft 'Ruth Reim'. Es wurde im Oktober 1952 unter Pfr. Ludwig Quinkert durch Ankauf des ehemaligen Gasthauses 'Zum goldenen Stern' von Philipp und Appolonia Walter ersetzt.  

Festveranstaltungen

Der Goldene Stern, das dunkle Gebäude mit der rechteckigen Fassade, vom Kaiser-Wilhelm-Platz aus gesehen. Bild mit freundlicher Genehmigung der Stadt Lorsch.

Da diese Lösung durch die steigende Anzahl der Jugendgruppen bald ebenfalls zu eng wurde, fasste man den Entschluss zur großen Tat. Das Gasthaus wurde bis auf den Saal abgerissen, der Grundstücksteil zur Römerstraße hin wurde als Baugrund für das Bekleidungshaus Löffelholz verkauft und ein Grundstück an der Ecke Karolingerstraße/Georg-Behringer-Straße angekauft. Nach den Plänen des Architekten Henkes und mit Unterstützung von Stadt, Kreis, Land und Diözese konnten die Arbeiten beginnen. Zahlreiche fleißige Helfer aus der Pfarrei hatten unzählige Arbeitsstunden investiert, um mauernd, sägend, nageln und streichend alles zum Besten zu richten. Trotzdem kamen damals mit dem Bau noch Kosten von rund 400.000 DM zusammen. Dafür war der Saal umfassend renoviert und ein völlig neues, geräumiges Gebäude mit Gruppenräumen, Foier und einem kleinen Saal darüber gebaut worden.

Um das neue 'Jugendhaus St. Paulus' nach der feierlichen Einweihung durch Generalvikar Haenlein betreiben und erhalten zu können, hatte die Pfarrei eigens einen Verein gegründet. Der 'Jugend- und Sozialwerk e.V.' führte das Jugendhaus ab dem Jahr der Fertigstellung.

Bau in den 60ern

Es wurde im Oktober 1952 unter Pfr. Ludwig Quinkert durch Ankauf des ehemaligen Gasthauses "Zum goldenen Stern" von Philipp und Appolonia Walter ersetzt. Da diese Lösung durch die steigende Anzahl der Jugendgruppen bald ebenfalls zu eng wurde, fasste man den Entschluß zur großen Tat.

Das Gasthaus wurde bis auf den Saal abgerissen, der Grundstücksteil zur Römerstraße hin wurde als Baugrund für das Bekleidungshaus Löffelholz verkauft und ein Grundstück an der Ecke Karolingerstraße/Georg-Behringer-Straße angekauft. Nach den Plänen des Architekten Henkes und mit Unterstützung von Stadt, Kreis, Land und Diözese konnten die Arbeiten beginnen. Zahlreiche fleißige Helfer aus der Pfarrei hatten unzählige Arbeitsstunden investiert, um mauernd, sägend, nageln und streichend alles zum Besten zu richten. Trotzdem kamen damals mit dem Bau noch Kosten von rund 400.000 DM zusammen.

Paulusheim

Dafür war der Saal umfassend renoviert und ein völlig neues, geräumiges Gebäude mit Gruppenräumen, Foier und einem kleinen Saal darüber gebaut worden. Um das neue "Jugendhaus St. Paulus" nach der feierlichen Einweihung durch Generalvikar Haenlein betreiben und erhalten zu können, hatte die Pfarrei eigens einen Verein gegründet. Der "Jugend- und Sozialwerk e.V." führte das Jugendhaus, für das sich bald der einprägsamere Name "Paulusheim" durchsetzte, ab dem Jahr der Fertigstellung.

Paulusheim

Alle SW-Bilder wurden uns von Walter Schumacher überlassen.  

Paulusheim
Fleißige Helfer beim Innenausbau im kleinen Saal. Von vorne stehen K. H. Boll, H. Mehl, B. Adrian, Kpl. Derstroff und H. Jakob.

Einweihung im Mai 1968

'Am vergangenen Pfingstmontag erfolgte von kirchlicher Seite her im Jubeljahr der Gemeinde Lorsch eine ganz besondere Überraschung. An diesem Festtag erhielt das von dem eingesessenen Architekten Henkes zum Teil umgebaute, zum größeren Teil neu errichtete katholische Jugendheim, Ecke Karolinger- und Georg-Behringer-Straße, Weihe und Segen anlässlich der Übergabe des immerhin imposanten Bauwerkes an die Kirchengemeinde, mit der gesamten prominenten Geistlichkeit an der Spitze. Sie alle, die den etwa 500 Personen fassenden großen Saal bis auf den letzten Platz besetzt hielten, erlebten eine wirklich hehre Weihestunde'. So berichtete die Lorscher Zeitung vom Freitag, dem 22. Mai 1964, noch etwas im Wochenschau-Deutsch, von der Vollendung dessen, was der genannte Architekt keineswegs alleine auf die Beine gestellt hatte.

Paulusheim
Bei der Einweihungsfeier saßen von rechts Generalvikar Haenlein, Pfr. Quinkert, Pfr. Frey und Kpl. Boschke.
Paulusheim

Alle SW-Bilder wurden uns von Walter Schumacher überlassen.  

Paulusheim
Theaterspiel bei der Einweihungsfeier auf der neuen Bühne. Die Akteure sind G. Huber (Mitte), F. Straub (rechts außen) und U. Walter (2. von rechts).