Fronleichnam

11. Jun 2020

Fronleichnam - fast ohne Prozession. Das Hochfest des Sakraments der Eucharistie wurde diesmal anders begangen. Nicht nur, dass es keine Prozession durch die Stadt geben konnte, sondern auch wegen Regens wurde das Fest in der Kirche anstatt draußen auf dem Kirchplatz begangen.

Ausschnitte des Gottesdienst als Video:

Hoffnung und eine Friedenstaube auf dem Blumenteppich der Gruppe Kreuz und Quer vor der Kreuzigungsgruppe draußen vor am Chorraum

Nach so viel Supersommerwetter der vergangenen Wochen war nun zu Fronleichnam einmal Regen angesagt, so dass der für auf dem Kirchplatz geplante Gottesdienst ganz kurzfristig ins Kircheninnere verlegt werden musste. Auch der als Station für eine wegen der Corona-Pandemie extrem stark reduzierten Prozession vorgesehene Altar an der Kreuzigungsgruppe vor dem Chorraum konnte in der Folge nicht recht seiner Bestimmung zugeführt werden. So begrüßten Pfr. Michael Bartmann und Diakon Andreas Debus die Gemeinde notgedrungen in der Pfarrkirche.

Figuren der Evangelisten Matthäus und Markus
Figuren der Evangelisten Matthäus und Markus

Die Figuren der vier Evanglisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wurden unserer Pfarrei vom im Frühjahr verstorbenen Engelbert Heinz vermacht: Eigentlich hätten sie in diesem Jahr an den Altären der Fronleichnamsprozession ihren Platz finden sollen, doch mussten sie wegen des feuchten Wetters auf der Kommunionbank platziert werden.

Das Hochfest Fronleichnam wurde im 13. Jahrhundert auf Anregung von Juliana von Lüttich durch den damaligen Papst Urban IV. im Jahr 1264 in der Kirche eingeführt, damit dem Sakrament der Eucharistie, das ja Kern des christlichen Glaubens ist, ein eigener Festtag gewidmet werden sollte. Die hohe Bedeutung der Eucharistiefeier war es schon während der Christenverfolgung im 3. Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Diocletian, die eine Gruppe von Christen in Abitinae lieber den Märtyrertod sterben ließ, als ihrem Glauben abzuschwören.

Sakrament der Eucharistie: Diakon Andreas Debus und Pfr. Michael Bartmann bei der Wandlung
Sakrament der Eucharistie: Diakon Andreas Debus und Pfr. Michael Bartmann bei der Wandlung

Damit wenigstens symbolisch eine Prozession an Fronleichnam stattfinden konnte, zogen Pfr. Bartmann und Diakon Debus mit der Monstranz durch die Gänge der Kirche und einmal unter dem Himmel beim Hauptportal wieder zurück zum Altarraum.

Der zweite der Altäre zu Fronleichnam war vom Frauenbund auf den Stufen der Torhalle aufgebaut worden, um in der Stadtmitte wenigstens ein sichtbares Zeichen des Hochfestes vom Leib und Blut Jesu Christi zu setzen, das anstelle der Prozession in Lorsch für den ganzen Tag dort verbleibt.

Altar des Frauenbunds vor der Torhalle. Ein für die Stadt sichtbares Zeichen des Fronleichnamsfestes
Altar des Frauenbunds vor der Torhalle. Ein für die Stadt sichtbares Zeichen des Fronleichnamsfestes
Eigentlich als Prozessionsaltar gedacht
Eigentlich als Prozessionsaltar gedacht
Diakon Andreas Debus trägt das Evangelium vor
Diakon Andreas Debus trägt das Evangelium vor
Evanglisten Lukas und Johannes
Evanglisten Lukas und Johannes
Pfr. Michael Bartmann predigt
Pfr. Michael Bartmann predigt
Kleine Prozession in der Kirche
Kleine Prozession in der Kirche
Prozession vom Himmel zum Altar durch den Mittelgang
Prozession vom Himmel zum Altar durch den Mittelgang