Prozession an Fronleichnam

20. Jun 2019

Zum Fronleichnamsfest zog die Gemeinde mit dem Leib des Herren in der Monstranz singend und betend durch die Stadt.

Mit dem Allerheiligsten in der Monstranz durch den Nazarius-Weg in die Stadt
Mit dem Allerheiligsten in der Monstranz durch den Nazarius-Weg in die Stadt

Der Name des Festes "Fronleichnam" kommt für uns immer etwas befremdlich und sperrig daher. Der Name kommt noch aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet "des Herren Leib". Ein Blick in die Gottesdienstordnung zeigt auch, dass da noch "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" steht und das trifft es sehr gut. An Fronleichnam ziehen die Gemeinden mit dem Leib des Herren in Gestalt der Hostie hinaus aus der Kirche in ihre Stadte und zeigen damit Christus in der Monstranz. Der Begriff "Demonstration" kommt vom lateinischen "demonstrare" (vorzeigen) und die prachtvolle Monstranz hat ihren Namen vom Wortstamm monstrare" (zeigen).

Pfr. Michael Bartmann verwies in seiner Predigt auf die vielen Menschen, die dieser Tage auf die Straße gehen, um zu demonstrieren. Hundert Jahre sei es her, dass die Frauen für ihr Wahlrecht demonstrierten, Hunderttausende demonstrierten derzeit in Hongkong für Freiheitsrechte und hierzulande für Maßnahmen zum Klimaschutz.  Mit der Prozession, so Pfr. Bartmann weiter, zeigten die Menschen, dass Christus in unserer Mitte ist und stünden mit dieser Form der Demonstration für Gottes Wege gegen die vielen Versionen von Anti- und Hetzparolen unserer Zeit.

Die Monstranz überblickt den Benediktinerplatz vom Altar vor der Königshalle
Die Monstranz überblickt den Benediktinerplatz vom Altar vor der Königshalle

Die Prozession nahm den Weg von der Pfarrkirche durch den Nazarius-Weg und die Römerstraße zum ersten Altar, den der Frauenbund auf den Stufen der Königshalle hergerichtet hatte. Musikalisch begleitet wurde die Prozession in bewährter Weise von der Blaskapelle Eichhorn. Nach einer Statio auf dem Benediktinerplatz und sakramentalem Segen zog die Gemeinde durch die Bahnhofstraße weiter zum zweiten Altar, den die Kolpingfamilie an der Kreuzigungsgruppe errichtet hatte. Von da ging es durch die Kirchstraße und Stiftstraße zum Stadthaus. Dort hatte die Gruppe Kreuz & Quer den dritten Altar und Gedanken dazu vorbereitet. Schließlich zog die Prozession diesmal durch die Römerstraße wieder zurück in die Kirche, wo der Festgottesdienst mit einem letzten sakramentalen Segen endete.

Altar und Gedanken der Gruppe Kreuz & Quer vor dem Stadthaus
Altar und Gedanken der Gruppe Kreuz & Quer vor dem Stadthaus
Aufbruch zur Prozession an der Kirche
Aufbruch zur Prozession an der Kirche
Evangelium am zweiten Altar in der Bahnhofstraße
Evangelium am zweiten Altar in der Bahnhofstraße
Der Himmel bestickt mit der ersten Zeile des Tantum Ergo
Der Himmel bestickt mit der ersten Zeile des Tantum Ergo
Sakramentaler Segen am Stadthaus
Sakramentaler Segen am Stadthaus
Musikalische Begleitung durch die Blaskapelle Eichhorn
Musikalische Begleitung durch die Blaskapelle Eichhorn